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6 Regeln für erfolgreiche SMS- und MMS-Kampagnen

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Photo: Copyright © 1999 by Mark Zanzig

Ich habe mein erstes Mobiltelefon vor über 20 Jahren angeschafft: ein schicker, sündteurer Festeinbau in meinem Auto. Mit diesem Mobiltelefon konnte man im Wesentlichen – telefonieren. Seither habe ich jedes Jahr den Siegeszug dieser Technologie hautnah beobachten können: die Geräte wurden kleiner, leichter, leistungsfähiger. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Demo des „mobilen Internet“ im Sommer des Jahres 1999: Auf einem Ericsson MC 218 mit einem aus heutiger Sicht schwächlichen schwarz-weiß Display (640×240 Pixel, 16 Graustufen) zeigte ich neugierigen Marketingleuten, wie man „schon bald“ Landkarten dynamisch anzeigen können würde, wie ortsabhängiges Marketing prinzipiell funktionieren könnte und wie man Textnachrichten erfolgreich für Werbung und Mehrwertdienste nutzen könnte. Aber schon damals war klar, dass das Mobiltelefon ein sehr, sehr persönliches Gerät werden würde, das eigentlich immer und überall dabei sein würde.

Heute sind Smartphones der beherrschende Faktor in der digitalen Landschaft, aber viele Marketers stehen dem mobilen Kanal immer noch mit gemischten Gefühlen gegenüber – einerseits wissen sie, dass sie diesen Kanal nutzen müssen, weil er so wichtig ist und so viele spannende Marketingansätze ermöglicht. Andererseits haben sie auch großen Respekt vor diesem Kanal, weil man viele Fehler machen kann, die eine gute Kundenbeziehung schnell ruinieren können.

Allen, die noch unschlüssig hinsichtlich der Ausweitung ihrer Marketingstrategie auf den mobilen Kanal sind, empfehle ich, von Anfang an smart und strategisch vorzugehen. Definieren Sie zuerst Ihre konkreten Ziele, und kümmern Sie sich dann um die taktischen Aspekte.

Hier sind die sechs wichtigsten Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie zukünftig SMS- oder MMS-Kampagnen durchführen wollen.

1. Denken Sie an die Abfolge Ihrer Nachrichten

Leute sind sehr sensibel, wenn es um ihre SMS-Inbox geht. Achten Sie darauf, nicht zuviele Nachrichten zu schicken, und auch nicht zu schnell nacheinander.

2. Senden Sie Ihre Nachrichten nur während der Geschäftszeiten

Dies hängt ebenfalls mit der Empfindlichkeit bei der Inbox zusammen. Schicken Sie keine Nachrichten außerhalb der normalen Geschäftszeiten, insbesondere nicht spät in der Nacht oder am frühen Morgen. Ausgenommen von dieser Regel sind natürlich Nachrichten, die zuvor angekündigt wurden oder Bestandteil Ihres Kundendienstes sind. So ist es z.B. kein Problem, einen Kunden auf seinen Wunsch hin aktiv an den Beginn des Schlussverkaufs per SMS zu erinnern. Auch eine Transaktionsnachricht, z.B. eine Bestellbestätigung, sollte sofort verschickt werden, selbst wenn die Transaktion außerhalb der normalen Geschäftszeiten stattfindet.

3. Berücksichtigen Sie alle Ihre Nachrichten

Stellen Sie sicher, dass Ihre SMS oder MMS zu Ihrer Messagingstrategie passt. Erstellen Sie eine Übersicht über alle Nachrichten, die ein Kunde oder Interessent in allen möglichen Kanälen erhalten sollte, und achten Sie darauf, dass die Botschaften konsistent sind und sich nicht zu oft wiederholen.

4. Bleiben Sie Ihrem Markenkern treu

Nur weil es sich um einen anderen Kanal handelt, heißt das noch nicht, dass Sie die Tonalität Ihrer Marke ignorieren können. So kann sich beispielsweise eine junge Modemarke eher einen flapsigen Tonfall erlauben und Emoticons in SMS einsetzen als eine seriöse Bank, für die das eher ungeeignet ist.

5. Bieten Sie Ihren Kunden einen Mehrwert an

Eine Registrierung bei Ihnen sollte sich für Ihre Kunden lohnen! Können Sie möglicherweise einen Rabatt speziell für mobile Kunden anbieten? Aber es muss nicht immer ein finanzieller Vorteil sein: Auch eine bevorzugte Behandlung kann ein solcher Mehrwert sein, z.B. eine frühzeitige Benachrichtigung über attraktive Angebote oder einen kommenden Event.

6. Achten Sie auf Ihre Segmentierung

Alle Ihre – hoffentlich schon bestehenden Regeln zur Segmentierung – gelten natürlich auch weiterhin. Wird beispielsweise ein Segment von einer Email-Kampagne ausgeschlossen, so sollte dieses auch von der SMS/MMS-Kampagne ausgeschlossen werden.

Ein Beispiel: Sie führen ein neues Produkt ein. Ihre Premium-Kunden können dies zum Listenpreis vorbestellen bei garantierter Lieferung zum Erscheinungstermin. Nun stellt sich schnell heraus, dass Sie zu optimistisch mit Ihren Annahmen waren und einen deutlichen Rabatt gewähren müssen, um keine Lagerbestände aufzubauen. Diese Aktion sollte besser nicht an die Kunden geschickt werden, die schon zum Listenpreis vorbestellt haben, sonst könnten diese sich über den Tisch gezogen fühlen.

Bonus:

Schauen Sie, wo Sie mit Ihrem mobilen Kampagnen stehen

Laden Sie sich den Guide „Designing your cross-channel playbook: Email and Mobile“ von meinen amerikanischen Kollegen Casey Chang und Liz McLemore herunter. Dieser hilft Ihnen zu erkennen, wo Sie mit Ihrer mobilen Marketingstrategie aktuell stehen, und inspiriert Sie zu weiteren Cross-Channel-Maßnahmen. Und das Webinar „Mobile Warming: Innovative Strategies for mobile Engagement“ gibt Ihnen weitere Tipps. Sehenswert!