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Der List-Unsubscribe-Header und Microsoft Outlook

Der List-Unsubscribe-Header erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dies und eine kürzlich von Microsoft herausgegebene Erklärung zu geänderten Voraussetzungen innerhalb des Webmail-Services „Microsoft Outlook.com“ bezüglich eben dieses Features, lässt es sinnvoll erscheinen darüber zu sprechen.

Wie funktioniert der List-Unsubscribe und welche Vorteile habe ich davon?

Der List-Unsubscribe Header wurde in RFC 2369 spezifiziert. Es handelt sich dabei – wie der Name bereits verrät – um ein Element im technischen E-Mail-Header, das von einem Internet Service Provider verarbeitet werden kann. Die Implementierung führt Experian automatisch durch. Seit Vorstellung wird dieser auch in der Cross-Channel Marketing Plattform standardmäßig aktiviert. Dies geschieht nicht zuletzt um den Anforderungen der Certified Senders Alliance (CSA) gerecht zu werden. Es sind damit auch alle Empfänger der Provider Gmail und Outlook.com in der Lage, neben dem regulären Abmeldelink die schnelle, unkomplizerte Abmeldung per List-Unsubscribe durchzuführen.

Der RFC definiert zwei Formate. HTTP und mailto. Bei der HTTP-Variante wird von manchen Marketern eine Abmeldeseite hinterlegt, die vergleichbar ist mit der Landingpage hinter dem regulären Abmeldelink innerhalb des Templates eines jeden Newsletters. Ist mailto das gewählte Format, kann der Internet Service Provider einfach eine E-Mail an den Absender des Mailings schicken.

Korrekt implementiert und mit einer positiven Reputation als Versender, erreicht durch fortschrittliches E-Mail-Marketing, sieht das bei Gmail dann so aus:

List-Unsubscribe Gmail

Microsoft platziert dieses Feature nicht als Link neben den Absenderinformationen einer jeden E-Mail, sondern als Element außerhalb des Templates unterhalb des Footers der eigentlichen Nachricht:

List-Unsubscribe Microsoft

Dies wird jedoch immer und bei jeder Nachricht angezeigt. Vollkommen unabhängig davon ob der List-Unsubscribe-Header wirklich existiert oder nicht. Man tut also gut daran, diesen zu implementieren. Ansonsten sieht das nämlich so aus:

Kein List-Unsubscribe Outlook

Anforderungen der ISPs

Der List-Unsubscribe Header kann – wie oben bereits beschrieben – in zwei unterschiedlichen Formaten umgesetzt werden. Google bevorzugt im Rahmen des „Easy Unsubscribe“[1] die mailto-Version, verarbeitet aber auch die HTTP-Version. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die HTTP-Version die User-Experience negativ beeinflussen kann, da hier keine One-Click-Action durchgeführt werden kann.

Microsoft

Vor einigen Wochen hat nun Microsoft Farbe bekannt und die Formatfrage für sich eindeutig beantwortet. Es wird in Zukunft lediglich die mailto-Variante unterstützt. Im Gegensatz zu Google werden abweichende Formate gänzlich ignoriert.

Cross-Channel Marketing Plattform?

Wie bereits erwähnt wurde ist der List-Unsubscribe-Header als Standardfunktion aktiviert. Experian hat sich bereits zu Beginn dazu entschlossen das mailto-Format einzusetzen, da so die beste User-Experience gesichert werden kann.

Fazit

Noch lange unterstützen nicht alle ISP den List-Unsubscribe-Header. Die weltweit größten Vertreter positionieren sich bereits und werden so auch für die Zukunft einen Standard definieren welcher höchstwahrscheinlich von den übrigen Marktteilnehmern übernommen wird. Die Abmeldemöglichkeit außerhalb des Newsletter-Templates ist komfortabel umgesetzt und wird auch zunehmend – vor allem bei Google – von den Usern akzeptiert. Interessierte können diese Entwicklung verfolgen. Alle anderen lehnen sich zurück. Wissend, dass Experian die Umsetzung übernimmt.


[1] http://gmailblog.blogspot.co.uk/2009/07/unsubscribing-made-easy.html