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Der neue Gmail Feedback Loop

Die MAAWG-Konferenz im Februar des Jahres 2014 brachte nur vordergründig die Erlösung für E-Mail Service Provider und deren Kunden.

Nach Jahren des Wartens auf den Feedback Loop von Google wurde während der 30. Konferenz der Messaging, Malware, Mobile Anti Abuse Working Group (kurz MAAWG) die Einführung eines Feedback Loops seitens Google angekündigt.

Dieser Feedback Loop unterscheidet sich signifikant von dem was man bisher kannte. Google wird nicht wie Microsoft, Yahoo oder AOL in Echtzeit einzelne Beschwerden per E-Mail an den ESP zurückliefern damit dieser den User für den Kunden deaktivieren kann und somit einem Reputationsverlust durch wiederholte Beschwerden desselben Users (über unterschiedliche Kampagnen oder Versendungen) vorzubeugen. Google wird einmal täglich eine Übersicht an den ESP senden, die dieser dann seinerseits auszuwerten hat. Technisch ist es für den ESP möglich Identifikatoren zu übergeben, welche es möglich machen den Versender, das Profil bzw. die Domain und auch die Kampagne zu identifizieren. Den sich beschwerenden Empfänger erfährt man auf diese Weise aber nicht.

Nun stellt sich natürlich die Frage: „Wozu das alles?“

Google tut eine Vielzahl von Dingen anders als es andere Internet Service Provider tun. In diesem speziellen Fall spricht Google hier vom Schutz der Privatsphäre der User. Weiter hinten in der Liste der Argumente kommt dann auch der pädagogische Ansatz bei der Entwicklung der Versender. Wie oben bereits angemerkt macht es Google möglich, dass der ESP erkennen kann, welcher Kunde und welche Kampagne wann für hohe Beschwerderaten gesorgt hat. Diese kann man dann im nächsten Schritt analysieren und sich gemeinsam Fragen zu Relevanz, Segmentierung und auch Generierung (der Leads) stellen.

Zusammengefasst hat Google hier keinen Feedback Loop bereitgestellt sondern eine Möglichkeit seine Kampagnenanalyse abzurunden. Ist die Öffnungsrate gut, die Klickrate aber nicht? Bislang durfte man raten, ob es an mangelnder Relevanz des Inhalts lag oder an fehlender Nachhaltigkeit bei der Adressgenerierung (z.B. Single-Opt-In). Wenn nun im Kontext die Beschwerderate bei Google-Empfängern hoch ist, ist die Antwort wesentlich spezifischer.