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Double-Opt-In, muss das sein?

Von Zeit zu Zeit herrscht Aufruhr in einigen Marketing-Abteilungen. Die Öffnungsraten sind nicht mehr das, was sie mal waren. Vielleicht war man bis gerade eben noch bei einem der wichtigsten Internet Service Provider geblockt. Es gibt einige Gelegenheiten die vom E-Mail Service Provider genutzt werden können um mal wieder den Double-Opt-In anzusprechen.

Als Maßnahme um einzelne Postmaster gnädig zu stimmen, sollte die Einführung des Double-Opt-In Prozesses definitiv nicht verstanden werden. Vielmehr geht es hierbei um eine langfristige Entscheidung zur Qualitätssicherung des Kanals E-Mail und vielmehr noch um aktives Reputationsmanagement.

„Muss ich das machen?“. Es erscheint lohnend, dieses Thema zu behandeln da auch Jahre nach der Datenschutznovelle welche viele Marktteilnehmer zur teils hastigen Einführung des Double-Opt-Ins getrieben hat nach wie vor Unklarheit herrscht.

Zur wesentlichen Frage!

Wer zwingt mich als Marketer zum Double-Opt-In?

Double-Opt-In
Im Prinzip niemand. Auch heute existiert in Deutschland kein Gesetz zur Verwendung des Double-Opt-Ins bei Erhebung der E-Mailadresse zur Verwendung dieser für werbliche Zwecke.
Warum rät man mir immer wieder dazu?
Weil die Abwesenheit eines Gesetzes zur Verwendung einer gewissen Opt-In-Methode nicht automatisch bedeutet, dass diese Methode nicht notwendig ist. Zugegebenermaßen beantwortet der vorige Satz die Frage auf unbefriedigende Art und Weise. Daher wenden wir uns der Realität am Markt zu, um noch ein paar weitere Worte dazu verlieren zu können.

Wieso brauche ich den Double-Opt-In?

Das Stichwort hier lautet Nachweispflicht. So fordert der Gesetzgeber nirgends explizit die Verwendung des Double-Opt-Ins (Ja, es gibt sogar Gerichtsurteile, die DOI-Nachrichten als Spam bezeichnen), fordert aber gleichzeitig die jederzeitige Nachweisbarkeit einer rechtsgültigen Einwilligung des Empfängers in die werbliche Verwendung seiner E-Mailadresse. Und genau da liegt das Problem. Der Empfänger darf dann legal angeschrieben werden, wenn er der werblichen Verwendung seiner E-Mailadresse zugestimmt hat. Dass diese zweifelsfreie Verknüpfung des Empfängers als Person und der E-Mailadresse durch den branchenweit sehr beliebten Confirmed-Opt-In (Versendung einer Willkommensnachricht, die einen Abmeldelink enthalten sollte) nicht gewährleistet ist, erschließt sich – so denke ich – den meisten Menschen.

Das Fazit lautet hier also:

Der Double-Opt-In ist zwar nicht vorgeschrieben. Die Art und der Umfang der Nachweise, die man vorhalten muss machen ihn jedoch alternativlos. Daher also die Empfehlung: Führen Sie den Double-Opt-In ein, bevor die Beschwerden und Abmahnungen kommen.