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Innovation im Einzelhandel – 5 innovative Marketing-Strategien für den Einzelhandel

Smartphones, Beacons, Kundenkarten – die Möglichkeiten des Einzelhandels mit seinen Kunden in Kontakt zu treten, werden immer vielfältiger. Beinahe im Gleichschritt mit der technologischen Entwicklung ändert sich das Konsumentenverhalten, also die Art und Weise wie wir Nachrichten erhalten oder bei unseren Lieblingsmarken einkaufen. Bereits heute hat sich das Shopping-Erlebnis, wie wir es von klein auf kennen, massiv gewandelt – und es wird sich in Zukunft noch rasanter verändern.

Fest steht: Nicht mehr das Produkt oder die Marke steht in Zukunft im Mittelpunkt der Kommunikation, sondern der Konsument und das Markenerlebnis. Dieser userzentrierte Ansatz bedeutet eine Abkehr von der produktzentrierten Kommunikation, wie sie heute noch vorherrscht, hin zu Maßnahmen, die auf die Kundenzufriedenheit einzahlen. Der Kunde steht an erster Stelle und um ihn zufrieden zu stellen, sollte die Customer Journey so einfach, so reibungslos, und ich wage zu sagen, so unterhaltsam wie möglich gestaltet sein.

Im Folgenden stelle ich Ihnen fünf innovative und coole Marketing-Strategien vor, die zeigen, wie Sie Ihre Kunden in den Mittelpunkt stellen. Lassen Sie sich inspirieren.

Social Proofing am POS

Die meisten Marketer verstehen die Bedeutung von Social Proofing („Soziale Bewährtheit“) und ruhen sich dann erst mal für eine Weile aus. In der heutigen modernen Medienlandschaft sind Bewertungen und Empfehlungen wichtige und starke Faktoren, um einen Lead in einen Kontakt umzuwandeln. Doch wie integrieren Sie diese in die Customer Journey – oder noch spezifischer, wie bekommen Sie diese in Ihr Geschäft?

Was halten Sie davon, Online-Bewertungen in Ihr stationäres Geschäft mitaufzunehmen? Zum Beispiel Facebook-„Likes“ neben den dazugehörigen Produkten zu präsentieren, oder „am meisten geteilte Inhalte“ neben den beliebtesten Produkten? Sie könnten sogar Screens aufstellen, die die Social-Seiten der Produkte live zeigen, um zu beweisen, dass Sie sich das Ganze nicht ausgedacht haben. Geben Sie Ihren Kunden ruhig die Möglichkeit, Bewertungen über das Produkt zu lesen, das sie gerade ganz real in der Hand halten.

Schließlich ist es viel einfacher, online Bewertungen zu sammeln, als am realen POS. Es macht also mehr als Sinn Online-Bewertungen auch stationär zu verwenden.

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Abbildung 1: Mobile Geräte werden immer mehr in das physische Shopping-Erlebnis mit eingebunden werden

Mobile App, um Käufern die Schlange an der Kasse zu ersparen

Bequemlichkeit und Geschwindigkeit sind zwei Dinge, in denen stationäre Läden den Online-Stores voraus sind. Besonders wenn etwas schnell benötigt wird, ist es einfacher und bequemer, schnell in ein Geschäft zu gehen als online zu bestellen und dann auf die Lieferung warten zu müssen. Allerdings wirken sich Warteschlangen und Menschenmassen negativ auf das Einkaufserlebnis im stationären Geschäft aus. Werden diese Faktoren reduziert, verbessert sich die Kundenerfahrung enorm.

Abhilfe zu langen Warteschlangen schaffen beispielsweise Apps, die es Kunden erlauben, Produkte online zu bezahlen, während sie sich im Laden befinden. So überspringen Ihre Kunden die Warteschlange und verringern die Zeit, die sie im Laden verbringen.

Crowd Sourcing einsetzen für die Produktentwicklung

Diese Idee soll Kunden dazu ermutigen, sich mehr für ihre Marke zu engagieren und eine größere Rolle in Bezug auf die angebotenen Produkte zu spielen. Nicht nur, dass sie Ihnen sagen was sie wollen, Ihre Kunden wissen nun auch, dass Sie genau dieses Produkt verkaufen und fühlen sich mitverantwortlich dafür, dass Sie dieses Produkt so wie es ist anbieten – was wiederum die Wahrscheinlichkeit steigert, dass sie das Produkt kaufen, da sie sich engagiert fühlen und involviert sind.

Crowd Sourcing auf- und einzusetzen ist nicht schwer. Beispielsweise können Sie ihre User auf einer Social Media-Plattform nach ihrer Meinung befragen oder Fragebögen online stellen. Denken Sie bitte nur immer daran, die Ergebnisse zu veröffentlichen – nur so können Ihre Kunden davon Kenntnis nehmen und Vorteile daraus ziehen.

Interagieren Sie über Social Media

Keine Panik, ich verkaufe Ihnen nicht “Nutzen Sie Social Media” als eine innovative Idee! Schließlich nutzt inzwischen so ziemlich jede Marke Social Media (wenn Ihre Marke das noch nicht tut, dann sehen Sie dies als eine direkte Aufforderung dies sofort zu ändern) – doch nicht alle nutzen es auf die richtige Art und Weise.

Um den größtmöglichen Nutzen aus den sozialen Kanälen zu ziehen, müssen Sie sich engagieren. Sie müssen antworten und interagieren und das nicht nur zu Ihren Bedingungen. Das heißt: Sie dürfen nicht nur über sich selbst sprechen. Eine Webseite zu besitzen und täglich unkontrolliert Marketing-News zu posten, führt zu nichts. Schaffen Sie Beziehungen durch Interaktionen und Dialoge.

Organisieren Sie Gruppen- Angebote auf Social Media

Wenn Sie einen „lebendigen“ Social Media-Auftritt haben („lebendig“ meint einen regen Austausch zwischen Ihnen und den Nutzern), können Sie diese Plattform nutzen, um Discounts und Rabatte zu kommunizieren. Wenn Sie das so gestalten, dass die Nutzer Ihrem Account folgen müssen, um von den Rabatten Gebrauch zu machen, erweitert das Ihre Reichweite, durch Follower, die Ihre Angebote mit Leuten teilen, die Interesse daran haben könnten – und sollten sie wirklich interessiert an Ihrem Angebot sein, dann sind es potenzielle Kunden.

Fazit: Nur wer seine Kunden versteht kann die Kundenerfahrung verbessern

Es ist kein Geheimnis: Jeder Weg, der die Kundenerfahrung verbessert, wirkt sich positiv auf Ihr Unternehmen aus. Jede der oben beschriebenen Strategien tut genau dies. Allerdings fehlt uns noch ein ganz entscheidendes Puzzleteil: Das Wissen über Ihre Kunden – erst wenn Sie wissen, wer Ihre Kunden sind, wie Sie „ticken“ und wie und wo Sie sie am besten erreichen können, können Sie sie exakt entlang der Customer Journey ansprechen.
In Zeiten von datadriven Marketing liefern demografische Daten, Kundenprofile, Segmentierungsmodelle und Online-Intelligenz enormes Wissen über die Wünsche, Bedürfnisse und Gewohnheiten Ihrer Kunden. Sie müssen nur damit anfangen.