Loading...

Integration von Social und E-Mail: die perfekte Kombination

Als ich bei Experian zu arbeiten begann, war E-Mail der Platzhirsch und soziale Netzwerke die hippen, neuen Herausforderer. Bereits damals suchten wir nach Wegen um beide Kanäle miteinander zu verknüpfen, damit Marken gleichzeitig mehr Newsletter-Abonnenten und Social Media Follower gewinnen konnten. Heutzutage gibt es einige Leute, die behaupten E-Mail sei tot und Social Media hätte den Thron bestiegen. Jedoch geht es im Zeitalter des Cross-Channel Marketings nicht um einen einzigen Kanal, sondern bloß noch um die Integration multipler Kanäle. In diesem Blog-Artikel werde ich die Frage behandeln, warum E-Mail und Social immer noch ein goldenes Team sind und wie Sie davon profitieren können, beide miteinander zu verknüpfen.

Soziale Netzwerke in E-Mails

Beginnen wir mit einem Blick auf die momentane Nutzung von sozialen Netzwerken in E-Mails. Nach Ergebnissen unseres Digital Marketer Reports 2014 haben die üblichen sozialen Verdächtigen – Facebook und Twitter – die Nase weit vorn. Inzwischen hat jede Marke und jedes Unternehmen die Bedeutung dieser zwei Giganten verstanden und sie sind auf beiden sozialen Netzwerken aktiv. YouTube und Google+, die auch schon eine Weile mitmischen, bekommen merklich weniger Aufmerksamkeit. Das überrascht etwas, berücksichtigt man den Einfluss, den Google auf Suchmaschinenmarketing-Strategien wie SEA und SEO haben kann. Ein starker Auftritt auf einem seiner beiden sozialen Netzwerke kann die Effektivität des Suchmaschinenmarketings einer Marke sehr positiv beeinflussen.
Den prozentual größten Investitionszuwachs verzeichneten 2014 zwei relative junge soziale Netzwerke, Pinterest und Instagram. Betrachtet man die Funktionsweise beider sozialer Netzwerke erstaunt es nicht, warum sie so viel Aufmerksamkeit erhalten. Diese neueren sozialen Netzwerke konzentrieren sich nämlich mehr auf die individuellen Interessen ihrer Nutzer, wohingegen die älteren Netzwerke immer mehr gesponsorte Markenposts und Content integrieren, der nach ganz oben auf die Konsumentenseiten gesetzt werden kann.

Promotion of Social Media in EmailsSocial networks displayed in emails 2013-2014, Source: Digital Marketer 2014

Wie integriert man Social Media in E-Mail

Nachdem wir nun die aktuelle Social Media Landschaft beleuchtet haben, wird es Zeit die Art und Weise anzuschauen, wie Unternehmen momentan Social Media in E-Mails integrieren. Wieder liefert unser Digital Marketer Report 2014 einige interessante Einblicke. Es gibt drei spannende Punkte, die Sie sich näher anschauen sollten.

Social Media in EmailsHow social media are displayed in emails 2013-2014, Source: Digital Marketer 2014

Erstens, 96% der Marken anerkennen die Bedeutung sozialer Netzwerke indem sie ein Social Media Logo oder einen Button im Header oder Footer einbauen. Auch wenn das eine gute Möglichkeit ist um Aufmerksamkeit für die sozialen Aktivitäten einer Marke zu generieren, in der Realität neigen nicht viele Leute dazu auf diese Links zu klicken, hauptsächlich weil sie im Header oder Footer „versteckt“ sind, Bereiche, denen Leute kaum Beachtung schenken.

Zweitens, es gibt eine offensichtliche Diskrepanz zwischen der Integration von Social Media in Header und Footer und anderen Aktivitäten, die lediglich 40% der Marken oder weniger nutzen. Schaut man sich diese Aktivitäten näher an, kann man eine Gruppe identifizieren, die sich auf den E-Mail oder Newsletter Content konzentriert. Anstatt mit nur einem Link oder einem Logo promoten 43% der interviewten Marken ihre sozialen Aktivitäten an prominenteren Stellen, wie in einem Banner. 21% der Interviewten gaben an ihre sozialen Netzwerke in der Betreffzeile zu nutzen. Und 27% verwenden dafür sogar Stand-alone E-Mails. Indem man sich auf Content wie in den Beispielen gerade konzentriert, kann man seine Social Media Aktivitäten stärker ins Rampenlicht rücken. Man kann sogar komplette Gewinnspiel-Kamnpagnen schaffen, was 43% der Befragten angaben getan zu haben.

Und der letzte Punkt, den ich anschauen möchte, sind die sogenannten „Share“-Buttons der sozialen Netzwerke, wie „Pin-it“, „Like“ und „Tweet this“. Diese Buttons ermöglichen den E-Mail-Empfängern ganz einfach bestimmten Marketing Content in einem Newslettern zu teilen. Für Marketer ist das eine hervorragende Methode um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben deren bevorzugten Produkte und Angebote über deren eigenen sozialen Netzwerke zu teilen, und so kostenlose Mundpropaganda zu generieren. Fast 60% der Marketer nutzen allerdings diese leicht zu integrierenden Buttons, die so viel mehr Aufmerksamkeit auf sozialen Netzwerken generieren können, immer noch nicht.

Drei Tipps für eine bessere Integration

Zum Schluss möchte ich Ihnen drei Tipps geben, die Ihnen helfen können mehr aus Ihren integrierten Marketing-Maßnahmen und -kampagnen herauszuholen.

1. Geben Sie Ihren Konsumenten die Macht zu teilen

Ich muss mich nur an die letzte Grafik erinnern und die Erkenntnis, dass 60% der Marken, mit denen wir für den Digital Marketer Report gesprochen haben, keine Social Buttons benutzen. Der größte Vorteil einer Marke in sozialen Netzwerken ist die Möglichkeit mit ihren Kunden zu interagieren und diesen zu erlauben Dinge zu teilen, die ihnen gefallen. Dennoch schaffen es die meisten E-Mail-Marketing Aktivitäten nicht diesen Effekt zu nutzen. Sie beinhalten lediglich einen Button mit Link, anstatt den Empfängern die Möglichkeit zu geben, Bestandteile einer E-Mail oder eines Newsletters, die ihnen gefallen und die sie für empfehlenswert halten auf sozialen Netzwerken mit ihren Freunden zu teilen. Im nächsten Digital Marketer Report würde ich gerne sehen, dass die Nutzung der „Share“-Buttons auf mindestends 90% steigt!

Example of Social Share ButtonsExamples of Social Share Buttons

2. Kennen und belohnen Sie Ihre Social Ambassadors

Ihren Kunden zu ermöglichen ihre Angebote zu teilen ist Schritt eins, zu wissen wer diese Kunden sind Schritt zwei. Das ist der Vorteil von Schritt eins, dass Sie beurteilen können (und sollten) welche Konsumenten welchen Content teilen. Dadurch können Sie ein wichtiges Segment erfassen, das der „Social Ambassadors“, loyale Kunden, die gerne Ihren Marketing Content teilen. Diese werden sich als wertvolle Konsumenten herausstellen, die Ihnen helfen können Ihre Brand Messages zu verbreiten.

Die Reise sollte hier allerdings nicht enden. Der letzte Schritt ist diese Social Ambassadors zu belohnen, indem Sie spezielle Angebote für sie kreieren, und so deren Loyalität würdigen und motivieren diese Ihre Messages auch weiterhin zu verbreiten. Indem Sie also Ihre Social Ambassadors belohnen können Sie sicherstellen, dass diese Sie mit neuen Kunden und einer größeren, viralen Reichweite revanchieren.

3. Echte Cross-Channel Kampagnen kreieren

Last but not least ist es entscheidend echte Cross-Channel Kampagnen zu schaffen. In einer E-Mail oder einem Newsletter lediglich einen Link zu Ihrem sozialen Netzwerk zu integrieren ist für einen Kunden keine große Motivation darauf zu klicken. Gestalten Sie jedoch ein komplette Kampagne darum herum, dann setzen Sie für die Empfänger viel größere Anreize von der E-Mail in Ihre sozialen Netzwerke zu wechseln.

Dabei bedeutet „Cross-Channel Kampagne“ nicht nur soziale Netzwerke in E-Mails zu integrieren, sondern auch vice versa. In Ihren sozialen Netzwerken Ihre E-Mail-Aktivitäten zu promoten und die Möglichkeit zur Newsletter-Registrierung bereitzustellen schafft mehr Synergien. Je mehr Verknüpfungen Sie zwischen Social Media und E-Mail haben, desto wahrscheinlicher werden Ihre Cross-Channel Kampagnen mit Erfolg gekrönt sein.