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Whitelisting als goldener Schlüssel zur Inbox

Goldener Schlüssel zur Inbox

Abbildung: Whitelisting, der goldene Schlüssel zur Inbox (Quelle: Hansjörg Keller/pixelio.de)

Ein im E-Mail Marketing inflationär verwendeter Begriff ist das Whitelisting.

„Welche Whitelistings stellen Sie zur Verfügung?“

„Bei welchen Internet Service Providern können Sie das Whitelisting garantieren?“

Diese und andere Fragen mit derselben Zielsetzung kennt man aus Gesprächen mit Werbenden, Agenturen oder Firmen, welche E-Mail als zukünftigen Kanal entdeckt haben.

Wieso sind die Fragen nicht zielführend?

Der E-Mail Service Provider garantiert kein Whitelisting. Maximal kann mit der ESP-basierten, globalen Zertifizierung bei Vereinen wie der Certified Senders Alliance gedient werden, welche bereits bei Versandstart eine Inbox-Garantie bei den Mitglieds-ISPs zur Verfügung stellt.

„Whitelisting“ ist und bleibt aber in erster Linie Sache des Versenders nach dem Telemediengesetz (TMG). Experian unterstützt – so wie jeder andere E-Mail Service Provider – die Bewerbung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines Whitelistings nach Kräften wo immer dies möglich ist.

Wieso das Thema mehrheitlich auf dem Tisch des einzelnen Kunden liegt? Whitelistings sind, entgegen der landläufigen Meinung, keine grundlegenden Voraussetzungen für erfolgreiches Marketing. Eher wird ein bereits erfolgreiches E-Mail Marketingkonzept durch nachgezogene Whitelistings unterstützt.

Internet Service Provider bewilligen ein Whitelisting wenn die wichtigsten Kennzahlen erfüllt sind:

  • Geringe Bouncerate
  • Keine oder kaum Beschwerden
  • Relevanz (hohe Öffnungsraten)

Natürlich sind technische Voraussetzungen wie DKIM, SPF und in manchen Fällen auch der List-Unsubscribe Header als obligatorisch anzusehen.
Bounceraten, Öffnungsraten und Beschwerderaten (aber auch Authentifizierungen) können von den Internet Service Providern erst nach Versandbeginn durch Messungen nachgewiesen werden.

Zugegebenermaßen wäre es anders herum für viele Marketer leichter, auf einem bereits existierenden Whitelisting aufzubauen um so viele Empfänger wie möglich von der Relevanz des eigenen Inhalts, der zielgenauen Ansprache und dem qualitativen hochwertigen Produkt zu überzeugen. Auf das Thema Relevanz wurde im Blogartikel “Mit aktiven Empfängern zuverlässig in die Inbox” bereits eingegangen.
Aber an Hand der obigen Ausführungen sollte zumindest langsam der Gedanke aufkommen, dass Whitelisting die Folge einer empfängerorientierten, nachhaltigen Versandstrategie ist und einer solchen nicht vorangehen kann.

Fazit

Whitelisting erleichtert vieles, senkt Kosten durch die garantierte Zustellung von wichtigen Transaktionsnachrichten und anderer Mailings und stellt in gewisser Weise eine Abgrenzungsmöglichkeit vom üblichen Spam dar.