E-vision Ausgabe 12-2007

Weniger Einzelhandels-Besucher in der Adventszeit

Die laufende Analyse der Besucherströme in deutschen Einzelhandelsgeschäften und Shopping-Centres zeigt bemerkenswerte Rückgänge gegenüber den Vorjahren. Die genauen Vergleichswerte können Sie dem aktuellen FootFall-Index* für Deutschland entnehmen, den Sie hier als PDF herunterladen können.

Nun kann kräftig über die Ursachen spekuliert werden, warum die Besucherströme nachlassen. Spielt das Wetter eine Rolle? Sinkt die Lust an Weihnachtsgeschenken, fehlt das notwendige Kleingeld ... oder kaufen die Menschen ihre Geschenke über das Internet?

In Großbritannien jedenfalls verzeichnete das Experian-Unternehmen Hitwise im Monat Oktober eine Zunahme von Besuchern bei einschlägigen Shopping-Websites um über 22 Prozent. Ein Trend, mit dem wir auch in Deutschland rechnen müssen? Weitere Informationen zur Hitwise-Analyse gibt es hier zum Herunterladen.


Wenn Sie Interesse am FootFall Index Deutschland haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf:

FootFall Deutschland
Robert Stevens (robert.stevens@footfall.de)
Friedrichstrasse 76, 10117 Berlin
Tel.: 030-20 94 72 29

*1991 gegründet, ist das Experian-Unternehmen FootFall heute der führende internationale Anbieter von Business Intelligence Information, abgeleitet von den ermittelten Besucherfrequenzen.

 

Kunden vermissen moderne Interaktion und Information beim Einkaufen

Vor allem jüngere Menschen tendieren immer stärker dazu, ihr "Einkaufserlebnis" mit Hilfe neuer Technologien und interaktiver Angebote attraktiver zu gestalten. So ist die Ausstattung beispielsweise mit mobilen Endgeräten (Handys, PDAs) heute fast flächendeckend, doch der Handel in Deutschland nutzt deren Möglichkeiten bislang so gut wie gar nicht.


Nach einer Studie von IBM ("Filialtechnologien - Akzeptanz und Erwartungen der deutschen Verbraucher") können sich die befragten Konsumenten im Alter von 16 bis 65 Jahren gut vorstellen, ihr Einkaufsverhalten auf neue Informations- und Kommunikationstechniken umzustellen. Aus Handelssicht heißt das nichts anderes, als mit Hilfe neuer Technik zum Beispiel die Interaktion mit den Kunden zu verstärken und dadurch zusätzliche Chancen zu bekommen, Kunden zu gewinnen und zu halten.

 

Hier ein Paar Beispiele aus der IBM-Studie, wie Händler die Interaktion mit ihren Kunden attraktiver und damit gewinnbringender machen können.

 

Informationsvermittlung modernisieren
Obwohl heute das Internet und die mobile Kommunikation für viele Verbraucher zu einer festen Informationsgröße geworden sind, finden sie in den Geschäften vor allem eine statische Preis- und Produktwerbung mit Plakaten und Sonderständen. Informationen aus verschiedenen Kanälen sind kaum verfügbar.

 

Unterhaltende Elemente anbieten
Beim Einkaufen möchten die Verbraucher zunehmend auch unterhalten werden. Die technischen Möglichkeiten sind (gemäß Studie) vorhanden und könnten vom Handel entsprechend ausgebaut werden - mit Fokus auf Interaktion, Integration und Markenbildung.

 

Mobilität der Konsumenten einplanen
Mehr als 85 Prozent der unter 30-Jährigen und fast die Hälfte der über 55-Jährigen finden laut IBM zum Beispiel eine mobile Informationsmöglichkeit am Einkaufswagen interessant. So könnten sich etwa 70 Prozent der Befragten vorstellen, direkt im Laden über ihr Handy Informationen zu erhalten, die auf ihre persönlichen Einkaufsgewohnheiten abgestimmt sind.

 

 

Handel will Werbebudgets umschichten

Deutsche Handelsunternehmen wollen in den nächsten Jahren "eine signifikante Verschiebung" ihrer Werbebudgets zugunsten der neuen Medien wie beispielsweise Internet und Handys vornehmen. Bei den Werbeformen sollen zunehmend Schaltungen in TV und Radio erfolgen und das Instore Marketing verstärkt werden.

Damit bekräftigt das EHI Retail Institute aus Köln ihre Prognose aus dem vergangenen Jahr. Die Umschichtung soll rund zehn Prozent der gesamten Werbeausgaben umfassen und bis 2010 erfolgt sein. Gekürzt wird bei den Aufwendungen für Flyer und Printanzeigen.
Diese Erkenntnisse stammen aus der aktuellen EHI-Befragung, die als "Marketingmonitor 2007" in Kürze veröffentlicht wird.

 

Interaktion mit Kunden optimieren

Wie an anderer Stelle in dieser e-vision berichtet, wünschen sich die Konsumenten mehr Interaktion mit und Information durch dem Handel. Damit derartige Aktionen nicht ins Leere laufen, muss jede einzelne Kundeninteraktion optimiert werden, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Dazu verhilft die Software "Marketswitch Optimization" von Experian Decision Analytics, die jetzt auch für den deutschen Markt zur Verfügung steht. Einsetzbar in Unternehmen des Handels und bei Finanzdienstleistern.


Marketswitch Optimization erfasst die Historie der Kundenkontakte über verschiedene Kanäle und Produktgruppen hinweg. Das Ziel ist, mit Hilfe dieser Informationen die Kontaktstrategie für jeweils ein bestimmtes Angebot zu optimieren. Als Ergebnis präsentiert Marketswitch Optimization Antworten auf Fragen wie beispielsweise "Wie häufig soll ich einen Kunden ansprechen?", "Welche zeitlichen Abstände soll ich einhalten?" und "Welche anderen Produkte soll ich zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise in welcher Reihenfolge anbieten?".

Dazu können in der Software beliebig komplexe Regeln für den Kundenkontakt definiert werden, um auf jeden einzelnen Kunden möglichst bedarfsgerecht eingehen zu können. Darüber hinaus erlaubt Marketswitch Optimization, die Profitabilität verschiedener Aktionsszenarien durchzurechnen und grafisch darzustellen, um Flops zu vermeiden. Die Informationen und Ergebnisse können an die handelseigenen CRM- und Kundenmanagement-Systeme übermittelt werden.

 

Experian engagiert sich in der Mikrokredit-Bewegung

Experian Decision Analytics hat eine Vereinbarung mit der französischen PlaNet Finance unterzeichnet und unterstützt diese Nicht-Regierungs-Organisation bei der weltweiten Etablierung von Mikrofinanz-Anbietern. Experian wird vor allem mit ihrem Know-how und ihren Erfahrungen im Auskunfteiwesen dafür sorgen, dass diese Institute verlässlichere Kreditentscheidungen treffen können.

Mikrofinanz-Institute vergeben in der Hauptsache Kredite an solche Menschen, die in Armut leben und von den ‚normalen' Finanzsystemen ausgeschlossen sind. Dadurch will die Mikrofinanz-Bewegung helfen, Länder ökonomisch zu entwickeln und stabilere Rahmenbedingungen schaffen.

Durch das Einbinden von Auskunfteien, die Informationen über die Kreditkunden sammeln und gemeinsam nutzen, soll das Mikrofinanz-Geschäft effizienter und stabiler zum Nutzen aller Beteiligten gemacht werden. Ein gut funktionierendes Auskunfteisystem bietet die Möglichkeit, verantwortungsbewusste Kreditentscheidungen zu treffen und in Form eines Risikomanagements auch die Kreditempfänger vor Überschuldung schützen.

Experian Decision Analytics hat über 30 Jahre Erfahrung im Umgang mit Auskunfteidaten und deren Anreicherung. Das Unternehmen ist mit Niederlassungen in allen Kontinenten vertreten und kann PlaNet Finance weltweit unterstützen. PlaNet Finance versteht sich als internationale Wohltätigkeitsorganisation und hat sich zum Ziel gesetzt, die Armut in der Welt durch die Entwicklung von Mikrofinanz zu reduzieren. Die Organisation kooperiert in mehr als 60 Ländern mit Banken und sonstigen Finanzinstituten und mit anderen internationalen Organisationen sowie mit Regierungen.

 

 

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Experian Deutschland Holding GmbH
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Textredaktion: brisand kommunikation, Hamburg

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