Experian veröffentlicht Zahlen zur Datenunterdrückung in Europa

Hamburg, 29. Dezember 2005.
In welchem Umfang profitieren europäische Unternehmen von der Möglichkeit, Adressen von Verstorbenen, Verzogenen und Mailing-Ablehnern bei Direktmarketingaktionen zu "unterdrücken"? Zu dieser Frage hat Experian®, das global agierende Unternehmen für Informationslösungen, jetzt aktuelle Untersuchungsergebnisse aus sechs europäischen Ländern vorgestellt.

Experian analysierte drei Monate lang mehrere Millionen Datensätze von Hunderten von Unternehmen in Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Italien. Die Studie ist der erste seriöse Versuch, die Praxis der Datenunterdrückung in Europa zu beschreiben.

Die Analyse definiert Datenunterdrückung als die Identifikation und den Ausschluss von Personen, die nicht auf Direktmarketing-Aktionen reagieren werden. Zu dieser Gruppe, die bei Marketingkampagnen von vornherein ausgeschlossen werden sollten, zählen Verstorbene und Verzogene, aber auch Personen, die erklärtermaßen keine Mailings erhalten wollen. Sie werden in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern in so genannten Robinson-Listen geführt.

Die Zahlen wurden mithilfe von Experian Intact gewonnen, Europas meistgenutztem Online-Service zur Datenbereinigung. Es zeigte sich, dass im Untersuchungszeitraum 52 Prozent der britischen und 51 Prozent der niederländischen Direktmarketing-Kampagnen mit bereinigten Adressdaten durchgeführt wurden. In Frankreich und Italien waren es hingegen nur 7 bzw. 10 Prozent.

Prozentsatz der Kampagnen, für die in den vergangenen drei Monaten eine Datenunterdrückung durchgeführt wurde in:

Großbritannien

52%

Niederlande

51%

Irland

37%

Spanien

22%

Italien

10%

Frankreich

7%

"Es gibt zwei Faktoren, die den Kontrast beim Daten-Handling erklären", sagt Andreas Borrmann, Leiter Experian Marketing Services in Deutschland. "In Großbritannien, den Niederlanden und Irland existiert ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Risiken, die der Mailingversand an Verstorbene, Verzogene oder Mailing-Ablehner mit sich bringt. Mehrere wirtschaftsinitiativen haben diese Risiken aufgedeckt und den Unternehmen nahe gelegt, Best-Practice-Verfahren zur Datenunterdrückung zu nutzen."

"Die vergleichsweise niedrigen Quoten in Italien und Frankreich rühren in erster Linie daher, dass in diesen Ländern nur wenige Verzeichnisse für die Datenunterdrückung zur Verfügung stehen. Die Einführung von Experians Paladin in Frankreich, dem ersten neuen Umzugsverzeichnis seit acht Jahren, belegt unser Engagement auf diesem Feld. Experian arbeitet intensiv mit Behörden und Unternehmen zusammen, um neue Verzeichnisse zu entwickeln, die zur Erhöhung der Datenintegritäts-Standards beitragen."

"In den kommenden eineinhalb Jahren werden in diesen Märkten mehrere neue Verzeichnisse eingeführt", so Borrmann weiter. "Wir prognostizieren, dass die dortigen Datenunterdrückungsraten in zwei, drei Jahren mit denen in Großbritannien, Irland und den Niederlanden vergleichbar sein werden."

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