QAS-Studie: Umsatzeinbußen infolge fehlerhafter Kundendaten - Unternehmen wollen in besseres Datenmanagement investieren

Hamburg, 2. März 2006.
Mangelhaftes Management von Kundendaten verursacht Unternehmen Umsatzeinbußen von jährlich 6 Prozent. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Experian®-Unternehmen QAS in zehn Ländern durchgeführt hat. Deutsche Unternehmen beziffern die geschätzten Einbußen auf 4,7 Prozent ihres Umsatzes.

75 Prozent der befragten Unternehmen sind der Ansicht, dass sie Geschäfte verpassen, weil sie Kunden- und Prospect-Profile nicht schnell, effektiv und im Einklang mit Datenqualitätsstandards erstellen können. In Deutschland glauben dies sogar 91 Prozent der Unternehmen. Im öffentlichen Sektor gaben 60 Prozent der befragten Institutionen an, dass fehlerhafte Daten zu Ressourcenverschwendung und zu Produktivitätsverlusten in ihrer Organisation führen. Jede zehnte öffentliche Einrichtung war der Meinung, dass sie auf diese Weise mehr als 5 Prozent ihres Jahresbudgets verliert.

Die finanziellen Auswirkungen von unzureichender Datenqualität wurden in der zweiten Phase einer internationalen Studie untersucht, die Dynamic Markets im Auftrag von QAS durchgeführt hat. Der erste Teil der Studie, dessen Ergebnisse im Spätsommer 2005 veröffentlicht wurden, hatte gezeigt, dass es kaum ausgereifte Strategien für den Umgang mit Kundendaten gibt. Die Studie umfasste Finanzdienstleister, Handelsunternehmen, Telekommunikationsunternehmen, Versorger, Unternehmen der Reise- und Tourismus-Branche sowie Institutionen aus dem öffentlichen Sektor (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Finanzielle Folgen von fehlerhaften Daten (weltweit)

Verluste durch Ressourcenverschwendung und Produktivitätsverluste*

Finanzdienstleistungen

73%

Tourismus

56%

Handel

75%

Telekommunikation

79%

Versorgung

76%

Öffentlicher Sektor

66%

Umsatzeinbußen durch entgangene Geschäfte*

Finanzdienstleistungen

71%

Tourismus

65%

Handel

80%

Telekommunikation

75%

Versorgung

85%

Öffentlicher Sektor

--%

Elmo Hagendorf, Geschäftsführer Experian Deutschland, kommentiert: "Die Studie zeigt: Mangelhaftes Datenmanagement hat für Unternehmen und Organisationen nicht nur finanzielle Folgen. Auch das Image eines Unternehmens kann Schaden nehmen. Der Kunde nimmt die schlechte Datenqualität ja durchaus wahr und schreibt sie der jeweiligen Marke zu." Hier gelte es gegenzusteuern, betont Hagendorf: "Jeder Mitarbeiter muss begreifen, wie wichtig saubere Kundendaten für das Unternehmen sind. Das gilt für alle Abteilungen und Ebenen – bis hinauf in die Vorstandsetage."

Tatsächlich sind sich viele Unternehmen der Probleme bei der Datenqualität durchaus bewusst. 60 Prozent der Unternehmen aus der Privatwirtschaft wollen binnen Jahresfrist in ein besseres Datenmanagement investieren. Im öffentlichen Sektor sind dazu zwar lediglich 25 Prozent der Organisationen bereit (siehe Tabelle 2). Der Grund dafür dürfte sein, dass dem Datenmanagement in öffentlichen Einrichtungen ohnehin schon mehr Aufmerksamkeit und mehr Ressourcen gewidmet werden.

Tabelle 2: Datenmanagement - Geplante Investitionen und personelle
Ressourcen

Sind Investitionen zur Verbesserung des Datenmanagements geplant?*

Finanzdienstleistungen

59%

Tourismus

61%

Handel

60%

Telekommunikation

64%

Versorgung

59%

Öffentlicher Sektor

25%

Gibt es einen zuständigen Database-Manager?*

Finanzdienstleistungen

35%

Tourismus

42%

Handel

33%

Telekommunikation

39%

Versorgung

26%

Öffentlicher Sektor

62%

(* "Ja"-Antworten in Prozent)

Harry Meikle, Geschäftsführer von QAS, sieht eine insgesamt hohe Investitionsbereitschaft: "Weltweit wollen 2006 mehr als die Hälfte aller Organisationen Geld in die Hand nehmen, um ihre Daten künftig besser zu managen. In der Privatwirtschaft planen drei Viertel der profitablen Unternehmen Investitionen in ein verbessertes Datenmanagement. Selbst von den Unternehmen, die eine schwarze Null oder rote Zahlen verbuchen, wollen mehr als ein Drittel investieren. Es gibt also durchaus Gründe, optimistisch zu sein."

Unter www.qas.com/uk steht ein White Paper mit dem Titel "The impact poor data management has on your organisation" zur Verfügung.

Zur Studie:

Ziel der Untersuchung war, das Niveau der Kundendatenqualität in Unternehmen zu ermitteln und festzustellen, wie sie die Qualität ihrer Daten einschätzen. QAS beauftragte Dynamic Markets, mit insgesamt 550 Vertretern großer öffentlicher und privater Organisationen in zehn Ländern zu sprechen. Die Untersuchung wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen.

Die in der Auswahl vertretenen Länder sind Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, die Niederlande, Singapur, Spanien, Großbritannien und die USA. Die repräsentierten Geschäftsbereiche umfassen Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, den Einzelhandel, Telekommunikationsunternehmen, Versorgungsunternehmen, die Tourismusbranche und den öffentlichen Sektor.

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