Studie: Mängel beim Management von Adressdaten
Hamburg, 2. Februar 2007.
Das Management von Adressdaten weist in vielen Unternehmen gravierende Mängel auf – dadurch entstehen den Unternehmen weltweit Kosten und Schäden. Das geht aus einer Studie von Experian®/QAS hervor, für die weltweit 400 Unternehmen befragt wurden.
Die Studie deckt eine Reihe von Problemen auf, vor denen die Unternehmen beim Adressdatenmanagement stehen: So ist 88 Prozent der Unternehmen die Höhe der Kosten unbekannt, die Rückläufer bei einem Mailing verursachen – die Anzahl der Rückläufer wird oft nicht erfasst.
Unternehmen nutzen zudem verschiedene Datenquellen für ihre
Adressdatenbanken, haben aber die Aufnahme von Adressinformationen nicht standardisiert. Uneinheitliche und unvollständige Datensätze sind die Folge.
Ein weiteres Ergebnis: Die Unternehmen schenken der Datenbereinigung und dem Datenabgleich wenig Aufmerksamkeit. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen bereinigt Datenbanken lediglich einmal im Jahr; einige Unternehmen bereinigen sie gar nicht. Die befragten deutschen Unternehmen erreichen hier allerdings einen Spitzenwert: 78 Prozent bereinigen ihre Datenbanken monatlich oder sogar öfter (siehe Tabelle).
Weltweit nehmen 34 Prozent der Unternehmen keinerlei Abgleich ihrer
Datenbanken mit Mailschutzlisten vor. In Deutschland sind solche Listen unter der Bezeichnung "Robinsonlisten" bekannt. Sie enthalten Kontaktdaten von Personen, die ausdrücklich keine unaufgeforderte Werbung erhalten wollen. Lediglich 8 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, mindestens einmal im Monat für den Datenabgleich auf Robinsonlisten zurückzugreifen (siehe Tabelle).
Tabelle: Datenbereinigung und Datenabgleich
Datenbereinigung monatlich oder öfter*
Asien-Pazifik | 46% |
Benelux | 38% |
Deutschland | 78% |
Frankreich | 36% |
Großbritannien | 46% |
Skandinavien | 64% |
Spanien | 70% |
USA | 42% |
Datenabgleich mit Mailschutzliste monatlich oder öfter*
Asien-Pazifik | 6% |
Benelux | 4% |
Deutschland | 8% |
Frankreich | 8% |
Großbritannien | 8% |
Skandinavien | 8% |
Spanien | 8% |
USA | 12% |
* "Ja"-Antworten in Prozent
Die Probleme im Adressdatenmanagement schlagen sich in einer mangelhaften Qualität der Daten nieder; laut Studie stehen die Unternehmen bei der Datenqualität vor allem vor vier Herausforderungen:
• Fehlerhafte Adressinformationen
• Veraltete Adressen
• Fehlende Postleitzahlen
• Fehlende E-Mail-Adressen
Zwar bejahen 88 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie mit mangelhaften Adressdaten zu kämpfen haben. Dennoch nehmen fast 30 Prozent keine externen Dienstleister in Anspruch, um die Datenqualität und die Prozesse des Adressdatenmanagements zu verbessern.
Elmo Hagendorf, Geschäftsführer Experian Deutschland, kommentiert: "Von einem professionellen Management ihrer Adressdaten sind viele Unternehmen weit entfernt: Sie verschwenden Geld mit Mailings, die von Verbrauchern nicht gewollt werden oder ihre Adressaten aufgrund von Adressmängeln nicht erreichen. Dabei geht es nicht nur um die Kosten: Ein mangelhaftes Datenmanagement berührt unmittelbar die Reputation der Marke und kann leicht zu Imageschäden führen."
Zur Studie
Auftraggeber der Studie war das Experian-Unternehmen QAS, Auftragnehmer das unabhängige Marktforschungsinstitut Dynamic Markets. Die Studie beruht auf 800 Telefoninterviews mit Interviewpartnern aus 400 Unternehmen in folgenden Regionen und Ländern: Asien-Pazifik, Benelux, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien, Spanien, USA. 400 Interviews wurden mit Business Managern geführt; 400 Interviewpartner waren Datenbankspezialisten mit Verantwortung für Adressdatenbanken im B2B-Geschäft ihres Unternehmens. In jeder der acht Regionen bzw. Länder wurden 50 Unternehmen befragt.
Pressekontakt
Pressekontakt
Experian Deutschland GmbH
Viola Deckwirth
Zirkusweg 2 / Astra-Turm
D-20359 Hamburg
Tel.: +49-(0)40-899 50 101
Fax: +49-(0)40-899 50 282
E-Mail: viola.deckwirth@experian.de
Presse International
Presse International
Pressemitteilungen und Fachartikel der internationalen Experian Organisation können Sie im Global Press Office abrufen.

