Okt 2021 | Analytics & Consulting | Analytics
7 Learnings, die wir mit Ihnen teilen

Schnäppchen, Rabatte, Angebote: Gerade erst ist die Glamour Shopping Week zu Ende gegangen. Von 2. bis 10. Oktober 2021 haben Online-Händler alles geboten, um Fashion-Addicts, Beauty-Lovern und Schnäppchenjägern den Herbsteinkauf zu versüßen. Doch hat sich die Aktionswoche für den teilnehmenden Handel wirklich gelohnt? Und welche Learnings werden uns auch bei künftigen Peak Seasons begleiten? Wir haben unsere Top-7 für erfolgreiche Online-Händler zusammengestellt.

Autoren: Renate Oldenburger, Head of Risk and Fraud Management Operations, Andreas Frary, Sales Director Retail/eCommerce DACH

Learning Nr. 1: Überraschend, oder nicht? Die Glamour Shopping Week lohnt sich.

Unsere Zahlen und zahlreiche Studien verraten: Seit der Corona-Pandemie hat das Umsatzplateau ein Allzeithoch erreicht. Mit 26% mehr Umsatz und 22% mehr Bestellungen im Vergleich zum ohnehin schon sehr starken Corona-Jahr 2020 hat sich die Einkaufslaune der Verbraucher im Shopping-Jahr 2021 bis Ende September auf einem sehr hohen Niveau gefestigt – und ist sogar noch einmal gestiegen. Auf der Hand liegt deshalb die Frage, ob Aktionswochen überhaupt noch eine Steigerung bringen können. Unsere klare Antwort lautet: „Ja, sie können!“ Verglichen mit dem Vormonat September verzeichneten die Händler von 2. bis 10. Oktober ein tägliches Plus von 11% bei den Bestellungen sowie 26% mehr Umsatz pro Tag. Fazit: Für Händler lohnt sich die Teilnahme an der Aktionswoche nach wie vor.

Learning Nr. 2: Spricht Renate aus der Seele: Negative Betrugs- und Inkassoquoten müssen nicht sein!

Aktionswochen bescheren dem eCommerce eine größere Anzahl an Bestellungen und mehr Umsatz. Gleichzeitig haben Fraudster Hochkonjunktur. Fraglich ist: Wenn die Inkassoquote der Umsätze aus dem Aktionszeitraum um satte 60% ansteigt, lohnt sich dann der Mehrumsatz am Ende tatsächlich? Negative Quoten müssen nicht sein. Unsere Erfahrung zeigt: Wie nachhaltig Betrüger den Online-Händlern finanziellen Schaden zufügen können, hängt sehr stark davon ab, welche Fraud Prevention Features im Einsatz sind und welche Prozesse zugrunde liegen. Mit dem passenden Set-up lassen sich Betrugsversuche erfolgreich abwehren.

Learning Nr. 3: Die Zahl der Trittbrettfahrer steigt.

Eine erhöhte Anzahl an eingehenden Bestellungen machte sich auch bei den Online-Shops bemerkbar, die gar nicht offiziell zu den Teilnehmern der Glamour Shopping Week gehörten. Wie ist das möglich? Sie haben Verbraucher in diesem Zeitraum mit eigenen Aktionen angelockt. Und dieser Aufwand hat sich gelohnt: Nicht teilnehmende Händler mit individuellen Angebots-Ideen verzeichneten 20% mehr Umsatz pro Tag als im Durchschnitt des Jahres 2021. Deshalb unsere Anregung: Seien Sie kreativ! Prinzipiell kann jeder Online-Shop mit einem Aktionscode von der guten Shopping-Laune während der Herbst-Saison profitieren – auch wenn er Gründe hat, nicht an der Glamour Shopping Week teilzunehmen.

Learning Nr. 4: Die Beträge in den Warenkörben steigen.

Die Glamour Shopping Week hat den Händlern noch einen weiteren Anlass zur Freude gegeben: Vergleichen wir den Jahresdurchschnitt 2021 bis Ende September mit den Zahlen im Aktionszeitraum, zeigt sich mit 2% ein geringes Plus bei den eingegangenen Bestellungen. Höher ist dagegen die Umsatzsteigerung: Mit 22% kann sie sich durchaus sehen lassen. Wie passt das zusammen? Die Menschen haben von 2. bis 10. Oktober mehr Geld ausgegeben. Entsprechend liegen die Beträge der Warenkörbe um 19% höher als im restlichen Jahr. So richtig gut war die Shopping-Laune der Konsumenten am letzten Aktionstag: Hier lag der durchschnittliche Warenkorb bei 243 Euro – und damit 36% über dem Jahresdurchschnitt.

Learning Nr. 5: Laut Andreas das „ungeschriebene Gesetz“: Der Kauf auf Rechnung behält die Poleposition.

An dieser Position lässt sich auch in einer Aktionswoche nicht rütteln: Der Kauf auf Rechnung gehört nach wie vor zu den beliebtesten Zahlarten der Verbraucher. Und so haben die Online-Shops auch während dieser Glamour Shopping Week 77% ihres Umsatzes über einen Kauf auf Rechnung in die Kassen geholt – was dem Gesamtdurchschnitt des Jahres 2021 entspricht. Übrigens: Auf Platz 2 der bevorzugten Zahlarten liegt – mit 17% weit abgeschlagen – PayPal.

Learning Nr. 6: Machen Sie sich gefasst auf Abendstunden und bestimmte Tage.

Es gibt Zeiten, in denen Konsumenten besonders gern einkaufen. Das hat sich auch bei der Glamour Shopping Week im Herbst gezeigt: Ganz hervorragend war die Laune der Shopper am zweiten und letzten Tag der Aktionswoche – hier haben die Online-Händler jeweils 17% des gesamten Umsatzes der Glamour Shopping Week gemacht. Etwas stärker als im Durchschnitt des Jahres 2021 haben sich die Einkäufe von 2. bis 10. Oktober auf die Abendzeit verlagert: Zwischen 18 und 22 Uhr sind 36% des Umsatzes eingegangen.

Learning Nr. 7: Lernen Sie von der aktuellen Peak Season – werden Sie künftig noch erfolgreicher!

Nach der Aktionswoche ist vor der Aktionswoche – an diesem Prinzip wird sich so schnell nichts ändern. Bereiten Sie sich deshalb rechtzeitig vor – und nutzen Sie nach Abschluss der Peak Season im Januar 2022 die gestiegene Anzahl an Zahlen, Daten und Fakten, um für nachfolgende Aktionen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wie das funktioniert? Buchen Sie sich jetzt Ihren kostenlosen Data Deep Dive für 120 Minuten mit unseren Analytics-Expert:innen. Wir analysieren Ihre Zahlen und stellen Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen für die kommende Peak Season bereit. Denn die nächste Glamour Shopping Week kommt bestimmt – holen Sie für sich den größten Erfolg heraus!

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